Als Stand Up Paddler hast du einen großen Vorteil im Vergleich zu vielen anderen Wassersportarten: diese Sportart kann an nahezu jedem Gewässer ausgeübt werden und du hast aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten die Chance, viele tolle Spots zu entdecken. Trotzdem ist auf einigen Gewässern Stand Up Paddling nicht erlaubt oder nur mit Einschränkungen. Bei der Wahl deines SUP Spots solltest du einige Dinge beachten, die wir in diesem Beitrag beleuchten, damit du in Zukunft weißt, wo du Stand Up Paddeln kannst.

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Stand Up Paddling am Meer

Unzählige Küstenlinien in Europa und rund um die Welt kannst du mit deinem Stand Up Paddle Board entdecken! Wenn du am Meer Stand Up Paddeln möchtest, solltest du dich vorab vor allem zu den Themen Rip Currents und ablandiger Wind informieren.

Als „Rip Currents“ bezeichnet man im Deutschen einen so genannten Brandungsrückstrom. Das bedeutet, dass die Wellen an einer bestimmten Stelle gebündelt auf das offene Meer verstärkt zurückströmen. Dieser Effekt entsteht beispielsweise durch vorgelagerte Sandbänke oder Felsen. An einigen Stränden (vor allem am Atlantik) siehst du manchmal Schilder, die vor Rip Currents warnen.

Ablandiger Wind ist ein weiterer Faktor, den du beim Stand Up Paddling beachten solltest. In kurzer Zeit treibt dich ablandiger Wind schon mit wenigen Knoten Windstärke auf das offene Meer hinaus und es ist nur sehr schwer möglich, sich ans Ufer zurückzukämpfen. Beachte auch diesen Faktor bei der Spotauswahl am Meer.

Besonders tolle SUP Reviere mit wenig oder nur leichtem Wellengang findest du oftmals zwischen den kroatischen Inseln. Das Wasser ist traumhaft türkisblau und die Inseln halten die Wellen vom offenen Meer ab.

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Stand Up Paddling auf Seen

Die wohl perfektesten Bedingungen zum Stand Up Paddling mit einem inflatable SUP Board findest du wahrscheinlich auf Seen. Spiegelglattes Wasser, tolle Ausblicke auf die Uferlinie und meist viele Einstiegsmöglichkeiten machen Seen zum perfekten Gewässer für Stand Up Paddler und vor allem SUP Anfänger.

Jedoch stehen manche Seen oder Teile davon unter Naturschutz oder du musst bestimmte Regeln beachten. In ein Naturschutzgebiet oder einen Schilfgürtel solltest du mit dem SUP keinesfalls reinfahren. Du störst Tiere, beschädigst eventuell Pflanzen und riskierst, dass der komplette See für Wassersportler gesperrt wird.

An einigen Seen musst du verpflichtend einen Schwimm- oder Rettungsweste tragen und das Nichttragen wird geahndet. Eine Leash solltest du sowieso immer verwenden und in diesem Beitrag findest du mehr Tipps zur Sicherheitsausrüstung beim Stand Up Paddling.
Stauseen sind gesondert zu betrachten, denn auf manchen Stauseen ist jegliche Ausübung von Wassersport verboten und bei manchen musst du dich lediglich weit genug von den Schleusen fernhalten. Achte auf die Hinweisschilder.

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Stand Up Paddling auf Flüssen und Kanälen

Wenn du einen Fluss zum Stand Up Paddling auswählst, sollst du schon ein fortgeschrittenes Fahrkönnen mitbringen und am besten zu zweit oder in der Gruppe fahren. Kanäle mit sehr geringer Fließgeschwindigkeit eignen sich sehr gut zum Stand Up Paddling, jedoch musst du dich erkundigen, ob das Stand Up Paddling auch erlaubt ist. Bestimmte Bereiche auf Flüssen und Kanälen sind manchmal dem Schiffsverkehr vorbehalten und aus Sicherheitsgründen darfst du dort nicht paddeln. Dasselbe gilt für Häfen. Manche Gewässer dürfen auch nur bei gewissen Pegelständen befahren werden.

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Stand Up Paddling im Wildwasser

Beim Stand Up Paddling im Wildwasser solltest du schon mehrere Jahre SUP Erfahrung mitbringen und wissen, worauf du dich einlässt! Im Wildwasser benötigst du ein spezielles Board und eine Sicherheitsausrüstung, die über die normale Ausrüstung hinausgeht!

Fazit

Wir hoffen, du weißt jetzt wo du Stand Up Paddling ausüben kannst und worauf du bei der Auswahl des Gewässers achten musst! Hier findest du übrigens eine Karte, auf der zahlreiche Spots mit SUP Verboten eingezeichnet sind!