Stand Up Paddling ist eine Sportart, die wir vor allem mit schönen Dingen verbinden: Sonnenschein, Natur, Bewegung und Sommer.
Doch wie bei allen Sportarten gibt es gewisse Gefahren. In diesem Beitrag beleuchten wir mögliche Gefahrensituationen, wenn sich das Wetter ändert und wie du darauf richtig reagierst.

Fehleinschätzung des Wetters und der SUP-Bedingungen

Eine der größten Gefahren beim Stand Up Paddling ist die fehlerhafte Einschätzung des Wetters. Während sich Kite- und Windsurfer sehr intensiv mit dem Wetter auseinandersetzen, sind SUP Anfänger mit der Einschätzung des Wetters und des plötzlichen Aufkommens von Wind und schlechtem Wetter überfordert. Gerade in den Alpen können Gewitterfronten sehr schnell aufziehen und dem Wasserspaß ein jähes Ende bereiten.

Ganz besonders gefährlich ist ablandiger Wind auf großen Seen oder am Meer. Ablandiger Wind treibt dich vom Ufer weg auf das offene Wasser hinaus. Durch deine stehende Position hast du eine große Angriffsfläche für den Wind und wenige Knoten ablandiger Wind können dich sehr schnell raustreiben.

Eine weitere Gefahr beim Stand Up Paddling ist die Wassertemperatur und die nicht richtig gewählte Kleidung.

Stand up Paddler im Schilf

So reagierst du richtig auf Gefahren beim Stand Up Paddling

  • Bevor du einen SUP Ausflug planst, solltest du auf jeden Fall das lokale Wetter im Auge behalten. Manche Seen besitzen eine lokale Thermik mit Wind, der das Paddeln schon recht unangenehm machen kann.

 

  • Wind ist beim Stand Up Paddeln unangenehm, denn durch deine stehende Position gibst du dem Wind eine große Angriffsfläche. Wenn du dich durch den Wind unsicher und wackelig fühlst, setz dich auf das SUP Board, verkürze das Paddel und paddle im Sitzen weiter. Dadurch bietest du dem Wind weniger Angriffsfläche, kommst schneller voran und kannst nicht vom Board fallen. Versuche in Ufernähe zu paddeln, denn dort ist der Wind meist etwas schwächer oder je nach Windrichtung ist es dort sogar windabgedeckt.

 

  • Achte auf Wind- und Sturmwarnungen! An vielen Seen warnen am Seeufer und in Häfen blinkende Lichter vor Sturm. Sollte die Sturmwarnung blinken, begib dich so schnell als möglich zum nächsten Ufer!

 

  • Bei einem aufkommenden Gewitter solltest du paddeln, was das Zeug hält, um zum nächsten Ufer zu gelangen. Verliere aber auf keinen Fall den Kopf, sondern paddle konzentriert ans Ufer und suche dir einen geschützten Unterstand bzw. beachte die Verhaltensregeln, die für den Aufenthalt bei Gewittern im Freien gelten.

 

  • Nimm auf deine SUP Touren immer ein Smartphone in einer Handyhülle oder in einem Drybag mit, sodass du in Notfällen telefonieren kannst.
  • Zudem solltest du nie auf eine Sicherheitsausrüstung verzichten! Wähle die richtige Leash für die jeweiligen Bedingungen aus, trage eine Rettungsweste oder eine Restube.

 

  • Zur richtigen SUP Ausrüstung gehört auch die richtige Bekleidung, die sowohl an die Wassertemperatur als auch die Außentemperatur angepasst werden muss. Besonders im Frühling ist das sehr schwierig, da die Wassertemperaturen sehr kühl sind und die Lufttemperatur schon an der 25 Grad Marke kratzt. Wenn du ins eiskalte Wasser fällst, ist die Gefahr eines Schocks groß, deshalb solltest du dich in solchen Situationen richtig anziehen. Viele Neoprenanzüge eignen sich nicht richtig zum SUPen, da du darin ziemlich schwitzen wirst, deshalb solltest du spezielle und atmungsaktive SUP Kleidung anziehen. In einem Drybag kannst du immer noch Wechselkleidung mitnehmen. Besonders empfehlen wir grelle Kleidung, damit du bei Nebel oder in anderen Gefahrensituation schneller erkannt wirst.

 

  • Lade dir die App „Windfinder“ auf dein Smartphone und beschäftige dich damit, wie das Wetter an deinen bevorzugten SUP-Spots funktioniert. Kite- und Windsurfer sowie lokale SUP Shops und SUP Stationen sind auch gute Ansprechpartner, wenn es um die Einschätzung des Wetters geht.

 

  • Erkundige dich am Meer nach möglichen Strömungen, die dich auf das offene Meer rausziehen. Manchmal gibt es Schilder dafür am Strand, die vor so genannten „rip currents“ warnen. Der lokale Surfshop ist hier meist auch ein guter Ansprechpartner.

Achte beim Stand Up Paddling unbedingt auf deine Sicherheit und auch die Sicherheit der anderen Menschen, die sich im Wasser befinden!